Schneemobiltour auf dem Eyjafjallajökul

Gegen 9 Uhr wurde Moni dann leider schon wieder geweckt. Los ging’s wie immer - fertig machen, frühstücken und los. Unser Vermieter hat zumindest wirklich ein paar Meter den Schnee geräumt und über die paar Tiefschnee Stellen kamen wir zum Glück durch!

Auf ging’s zum Einkaufen, dass wir zur Not am Feiertag noch genug zu Essen haben. Auf dem Rückweg Richtung Skogafoss hat das Auto ab 80 km/h angefangen sich komisch zu Verhalten. Aber nach Begutachtung waren es zum Glück nicht die Reifen. Zum Glück war es nach der Prüfung und einer Vollbremsung wieder weg. So sind wir gut zum Skogafoss gekommen, dort war touristisch gesehen die Hölle los. 
Und jeder versuchte ein bisschen weiter auf dem zugefrorenen Fluss einen Winkel ohne Touris zu treffen und den Wasserfall zu fotografieren. Einer brach etwas ein und hatte nasse Füße und ein Kind hat beim wegwerfen von Eisstücken seinen Handschuh mit weggeworfen, den der Vater aus dem Wasser Fischen durfte. So war wenigstens was los! Ein paar Fotos später sind wir noch die Stufen hoch um den Wasserfall von oben anzusehen. Ganz schön anstrengend! 

Von oben auch eine Gute Aussicht bis zum Meer, die Sonne schien so leicht durch die Wolken. Dann ging es zurück Richtung Seljalandfoss denn dort war in der Nähe das Basecamp von wo aus um 14 Uhr unsere Schneemobiltour startete. Kurz noch belegte Brote gegessen und ab ging’s.  Wir wurden mit Overall, Helm und Skibrille eingekleidet. Pünktlich ging’s los auf den Eyjafjallajökull - Dem Vulkan, der 2011 den Flugverkehr in Europa lahmgelegt hatte. Ein kurzer Transfer mit dem Truck zu den Snowmobilen und dann wurden wir in die Handhabung eingewiesen. Anschließend ging’s los. Moni durfte zuerst fahren.
Nach einer Weile kamen wir auf einem großen Plateau an und durften frei fahren. Hier nahm nun auch Christian das Steuer in die Hand. Nachdem seine Brille zugefroren war, ist er ohne gefahren. So haben wir uns nun abgewechselt - einer fuhr, der andere hat Bilder gemacht und umgekehrt. Nach knapp einer Stunde fahren waren wir am Bus zurück und fuhren damit wieder zur Hauptstraße. Am Base Camp angekommen, alles ausgezogen und abgegeben und dann sind wir los zur Unterkunft. Der Weg war nun noch besser frei und wir kamen ohne Probleme an. Beim auspacken haben wir gemerkt, dass Moni ihre Jacke beim Base Camp gelassen hat. Na toll! 
Dort angerufen war aber keiner mehr da, die können wir erst morgen 9:30 Uhr die Jacke abholen. Super auf Island ohne warme Jacke! Dann haben wir uns innen aufgewärmt (vor allem die Füße) und etwas entspannt. 

Zur Feier des Tages gab es heute zum Abendessen Lasagne aus der Mikrowelle - aber leider nicht gemütlich, denn Christian hat Nordlichter am Himmel entdeckt! Also fertig machen und los! Beim anziehen hat Moni dann gemerkt, dass sie ihre Jacke doch nicht vergessen hat, sie war in ihren Rucksack gequetscht - Glück gehabt so wird es nicht ganz so kalt. 
Nun also erster Stopp Seljalandfoss. Die Einfahrt meisterte unser Auto dieses mal super, es waren genug Autos darüber gefahren und hatten den meisten Schnee platt gemacht, nur ein paar stellen die mit Schwung aber zu bewältigen waren. Am Seljalandfoss angekommen - großer Ernüchterung bei Christian: er ist beleuchtet! Oh man. Also nur kurz ein Bild vom Wasserfall und weiter zum Skogafoss. 30 Minuten später, gegen halb 9, waren wir da - im Gegensatz zu tagsüber war der Parkplatz nun fast leer und am Wasserfall vorne waren wir alleine. Es ließ nicht lange warten - Christian hatte sein zweites gewünschtes Bild für diesen Urlaub im Kasten.

Die App zeigte heute richtig viel Aktivität an - und wir sahen dauerhaft einen hellen Bogen über uns erleuchtet. So richtig „beeindruck“ waren wir allerdings noch nicht. Es wurde dann noch besser und so haben wir weiter Bilder gemacht und fleißig in den Himmel geschaut. Dann wurde leider in der Nähe ein Feuer gezündet - was einige Bilder vom Licht her versaute und Christian wollte schon los. Nach ein paar gemeinsamen Bildern jedoch Tat sich dann nach „nur“ 2 Stunden in der Kälte bei guten -7 grad mit Wind doch noch „etwas“ mehr am Himmel. Unfassbar! So etwas haben wir noch nicht gesehen. Eine Aktivität so viel grün, so viel Licht, so viel Bewegung und dann noch das ganze rot dazu! Super schön!
Wir wussten überhaupt nicht wo wir zuerst hinschauen sollten. Christian sofort wieder an allen stellen, an denen er vorher Bilder gemacht hatte, wieder Stellung bezogen. Leider waren wir nicht ganz alleine mehr sodass er hier etwas schauen musste dass diese beiden nicht im Bild auftauchten.

Ein bisschen über 200 Bilder und noch mal 45 Minuten später sind wir dann aber doch zum Auto Richtung nach Hause. Kurz nochmal in der Nähe des Seljalandfosses gehalten - der Himmel war übersäht mit Lichtern - wollte Christian versuchen ob es klappt - trotz Beleuchtung ein schönes Bild zu machen: Nein!
Ein paar andere coole Bilder sind es dann aber geworden, nachdem wir mitten auf der Straße mal kurz angehalten und Licht aus im Auto gemacht haben - war ja kaum was los an Verkehr - 10 Minuten vor Mitternacht an Silvester…

Nun endlich daheim angekommen haben wir nur noch einmal kurz das Lichtermeer 360 Grad um uns genossen, ebenso ein bisschen Feuerwerk - was wir aber auch schon während der Fahrt überall sahen. Aufwärmen drinnen und die ersten Bilder bearbeiten, Neujahrswünsche senden und ab ins Bett! - Happy New Year 2025!


















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