Golden Circle Part III
Und wieder um 8 Uhr ging der Tag los. Same Procedure as every day - ein großes Frühstück, aber leider dieses mal ohne das gute Brot. Als wir zum Auto sind merkten wir, heute wird es rutschig. Der Boden war gefroren und auch das Auto. Also wieder kratzen, aber vorsichtig.
Auch auf der Fahrt zum Thingvellir Nationalpark merkten wir die glatte Straße, als wir ein anderes Auto überholten. Ein Streuauto haben wir erst auf dem Rückweg am Nachmittag mal entdeckt.
Nun ging es also zum Wanderparkplatz beim Öxararfoss - und von dort den 1 km zu Fuß. Ein bisschen Bewegung wollten wir auch heute wieder haben. Nunja, Bewegung war es, aber in mehr Richtungen als wir dachten. Denn der Weg hinunter war ebenfalls vereist und so rutschten wir auf den Felsen hinunter. Zum Glück hat es keinen gelegt, aber für die Crampons war das auf den Steinen auch nichts, sodass wir sie gar nicht angezogen hatten.
Am Öxararfoss angekommen, war viel los und kurz vor dem Foss waren die Holzbretter komplett vereist. Die Gischt des Wasserfalls legte sich darauf und gefror. So ohne Schnee sieht der Öxararfoss leider auch etwas trostlos aus. Zudem der Nebel - hatten wir schon schöner gesehen. Aber Zeit wieder zum Auto zurück zu kehren und dann Richtung Treffpunkt für das Schnorcheln an der Silfraspalte zu fahren.
Christian konnte keine Tour mehr mit 2 freien Plätzen buchen, so hatte er zwei Touren im 30 Minuten Abstand gebucht. Aber sie konnten uns dann doch in eine Gruppe bringen, weil andere nicht pünktlich waren. Also ging es in den Truck und dort bis auf die Thermounterwäsche ausziehen und in den warmen Unter-Anzug. Alles in einen großen Drybag packen und wieder raus kommen. Dort bekamen wir dann den Dry-Suit angezogen. Mit Babypuder ging es dann auch in die Ärmel rein. Dennoch wurde am Handgelenk noch einmal mit einem Band abgedichtet. So bekamen wir dann die Einweisung und Karte was und beim Schnorcheln erwartet. Dann gab’s die Handschuhe und den Kopf-Wetsuit. Hier wirds nass und kalt also. Mit Brille, Schnorchel und Flossen ging es dann zum Startpunkt der Tour.
Ein bisschen warmes Wasser mit Seife für die Brille und schon mal Fotos bis uns die Flusen angezogen wurden. Ab ins Wasser- erst mal Schnorchelposition (auf dem Bauch) und Sicherheitsposition (auf dem Rücken) üben und dann im Sicherheitsbereich üben. Für alle war es OK und so ging es dann mit dem Strom weiter in den Bereich, wo es dann kein zurück mehr gab. Die Lippen wurden schnell kalt, aber absolut aushaltbar, die Hände hingegen waren schon ne andere Nummer. Durch die Strömung musste man gar nicht so viel paddeln und kam dennoch gut voran. Unsere Guide fotografierte uns hin und wieder über und unter Wasser und zeigte uns dann „die Sehenswürdigkeiten“. Also die 14m Tiefe Schlucht und die 28m Tiefe. Durch das klare Wasser konnten wir bis unten sehen. Dann hatten wir die Flussmündung in den größten See Islands erreicht, hier mussten wir nun abbiegen und etwas gegen die Strömung zu schwimmen um Richtung unseres Austrittspunktes zu gelangen.
In der Lagune davor durften wir uns noch mal frei bewegen und zur Baby-Silfra schwimmen. Wer wollte konnte dann aber auch raus aus dem Wasser. Nach nicht zu langer Zeit haben wir dies auch getan und uns wurden noch im Wasser die Brille und die Flossen ausgezogen und warteten dann draußen bis alle aus der Gruppe auch draußen waren. Bis auf die Hände war aber alles warm. Christiana linker Arm ist aber nass geworden. Dann ging es zurück zun den Trucks und wir wurden rundum schrittweise wieder ausgezogen. Danach hab es noch Schokoriegel und heiße Schoki.
Wir sind dann noch mal zum Öxararfoss gefahren und haben ihn uns nochmal bei leichter Sonnenuntergangsstimmung und sehr wenigen Touristen angesehen. Nun war es noch glatter, wir sind aber dieses mal zum Parkplatz fast um die Ecke gefahren. Dann wollte Christian noch einen Kaffee. Und ein paar Fotostopps später haben wir wieder am Bauernhof gehalten. Auf der Fahrt dorthin wechselten sich klare Sicht und leichte Färbung mit dickem Nebel ab. Am Bauernhof angekommen haben wir nur noch Filterkaffee und Eis bekommen, da sie eigentlich um 16 Uhr schon geschlossen hatten. Dann ging’s aber langsam Richtung Hotel, Moni wollte ihre nassen Haare waschen und vor allem trocknen.
Frisch geduscht und mit gewaschene Haaren sind wir gegen 19 Uhr zum Abendessen - 2 Mal Lamm heute. Die Wolken sowie die Aussichten waren sehr gut. Könnte die ersten Nordlichter geben heute. Dann aber erstmal aufs Zimmer, ein wenig gepackt und die Zeit etwas rumgebracht. Gegen 22 Uhr sind wie wieder los. Erst zum Gullfoss, aber da war nichts zu sehen. Also sind wir zum Bruarfoss gefahren. Kurz auf dem „alten“ Parkplatz angehalten und mit dem Handy den Himmel gescannt und siehe da - Nordlichter. Also gleich weiter zum Parkplatz, der nur wenige Meter vom Wasserfall entfernt ist. Auto abgestellt, losgelaufen und die Kamera aufgestellt. Ein paar Fotos später wurde die Intensität geringer und wurde immer weniger. Das war für uns das Zeichen Richtung Hotel zu fahren. Kurz nach Mitternacht war dann Feierabend für den Tag.

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