Siem Reap Part III - 2. Tag Tempeltour

Zur angenehmen Uhrzeit klingelte der Wecker - 4 Uhr!
Hilft ja nix. Also aufstehen, Badrunde und los. Alle waren pünktlich und dann ging die Fahrt los. Erstmal wieder Richtung Angkor Wat zum Sonnenaufgang. 
Wir sind nicht in die Anlage, sondern haben vor dem West-Eingang und dem Wassergraben einen Platz eingenommen. Von hier konnte man die Brücke vom Eingang sowie die berühmten Türme erkennen und wie sich alles im Wasser spiegelt. Es sind unfassbar viele Leute die ganze Zeit reingelaufen. Es wäre extrem voll gewesen. Wir hatten dafür einen ruhigen Platz mit anderen Zuschauern und wir konnten auf der Steinwand sitzen. Leider hat der Sonnenaufgang ein wenig versagt. Ein paar Bilder später hat unser Guide noch Bilder von und für uns gemacht, bevor wir zum Frühstück gefahren sind. 

Es war der gleiche Platz, an dem wir gestern vor dem letzten Tempel Getränke hatten. Unser Guide hat sich Frühstück bestellt und wir haben unser Frühstück vom Hotel gegessen. 
Weiter ging es nach dem Frühstück zum South Gate (Tonle Om Gate) von Angkor Thom. Hierfür sind wir über die Brücke des 100m breiten Wassergrabens um die Stadt gelaufen. Dieser Fluss wurde um die Stadt angelegt, die Mauer dahinter ist noch einmal 12km lang. Die Brücke ist mit Statuen gesäumt, die eine Schlange halten. Auf der anderen Seite des Tores sammelte unserer Fahrer uns wieder auf, und wir fuhren kurz durch die Stadt, vorbei an Einigem was wir gestern bereits gesehen hatten. 

Ebenfalls gibt es 12 kleinere Tempel aufgereiht, jeder für das entsprechende „Sternzeichen“ wie Drache, Schlange, Schwein etc. in diesen durften die Leute früher einmal im Jahr gehen, jeder in den Tempel, in dessen Jahr er geboren wurde.

Am North Gate sind wir dann ohne Fotostop vorbei gefahren. Dieser Eingang war für die Pilger gedacht. Jedes Tor war für bestimmte Gruppen vorgesehen: Pilger, König, hochrangige Leute, …

Weiter ging’s zum Preah Khan Tempel. Auf der Brücke am Eingang waren wieder viele Statuen. Auch wieder einige, die gestohlen waren bzw. nur deren Köpfe. Auf der einen Seite waren jeweils Gott und gegenüber Dämon abgebildet, um das Gute und Böse im Gleichgewicht zu halten. Dieser Tempel hatte ursprünglich 85 Türme und somit viel Platz für Buddha Statuen. Der Tempel Ta Prohm hat im Vergleich nur 39 Türme. 
Die Eingänge sind so niedrig gebaut, dass man immer den Kopf neigen muss, aus Respekt vor des Königs Vater, dem der Tempel gewidmet ist. Nur der Eingang für den König, da war alles hoch gebaut und wir konnten aufrecht durchgehen. Auf den vielen Abbildungen in den Steinen hat der Dämon immer runde Ohrringe während der Gott gerade und scharfe hat. Im Tempel gab es immer wieder kleinere Tempel bzw. Gebetsräume zum Beten, die auf dem Weg zum Haupttempel gelegen sind. 
Eine knappe Stunde später hatten wir diesen Tempel zu Ende besichtigt. 

Schlag auf Schlag ging es weiter. 
Als Nächstes machten wir halt an einem Wasserreservoire, in dem viele Lotus Blumen und Seerosen wuchsen. Sehr schön! In der Mitte befand sich eine Insel, und natürlich war hier ein Tempel hingehalten, den wir besichtigten. Dieser Tempel (Neak Poan Temple) war aber anders als die anderen zuvor. Er besteht aus 5 Wasserbecken. Einem zentralen und 4 herum. Sie symbolisieren Osten - die Erde (Hindi: Mutter), Norden - das Wasser (Hindi: Vater), Westen - Wind, Süden - Feuer. Diese Becken waren Heilbecken für Hautkrankheiten. Dies wurde auch durch NASA Satelliten entdeckt. Hier sah man wie der Boden der ca. 3 Meter tiefen Becken aufgebaut war: Lehm, Sand und Grünzeug bzw. Kräuter. 
Nicht nur dass der König, der die vorher besichtigten Tempel gebaut hatte, auch diesen hier gebaut hatte, sondern er hatte auch für das zu seiner Zeit größte Gesundheitswesen errichtet. Flächendeckend kostenfreie Krankenhäuser in der Region. Für Ende des 12. Jahrhunderts schon beeindruckend!

Durch die langsam immer heißer werdende Sonne ging es wieder zurück und ab zum Auto. Aber nach nur 2 Minuten Fahrt hieß es schon wieder aussteigen und ab zum nächsten Tempel: Ta Som Tempel. Dieser war nicht zu groß und den Vorfahren des Königs geweiht. Ein paar Fotos gemacht und den kleinen Kindern davon gelaufen, die unbedingt Sachen verkaufen wollten. Für die Otter waren wir leider zu spät, die toben am frühen Morgen herum.
Als Nächstes hielten wir am East Mebon Tempel. Dieser ist einer der ältesten unserer Route, erbaut Mitte des 10. Jahrhunderts. Er wurde nicht nur aus Lavastein und Sandstein gebaut wie die anderen Tempel, sondern auch aus Ziegelsteinen. Diese lassen sich aber nicht so fein verarbeiten - daher weniger Gravierungen - bzw. Gravierungen im Sandstein an entsprechenden Stellen. 8 Elefanten säumten die Ecken des Tempels. 

Kurz nach 10 Uhr und bereits 7,5km gelaufen fuhren wir zum Lady Tempel. Doch dieses Mal dauerte die Fahrt 30 Minuten und wir hatten etwas Verschnaufpause. Am Lady Tempel, dem Banteay Srei Temple, knallte die Sonne schon richtig. Dieser Tempel wird Lady Tempel genannt, weil er durch viele Frauen genutzt wurde, nachdem die Männer in den ständigen Kriegen getötet waren. Auch hier war viel Ziegelstein verbaut und gab dem Tempel eine rötliche Farbe. Viel stand von ihm nicht mehr, aber die Verzierungen und grazilen Gravierungen sind gut sichtbar. 
Nun ging es zurück und Shoppen. Moni wollte eine der ausgestellten leichten, weiten Hosen an diesen Shops besorgen, um für die Tempel passend gekleidet zu sein. Unser Guide empfahl uns noch zu handeln und ließ uns dann alleine. Mit 8$ (anstelle von 12$) weniger in der Tasche sind wir zum Fahrer zurück. Weiter ging’s - wir entschieden uns ohne weitere Pause erst die zwei verbleibenden Tempel anzusehen. Wir fuhren wieder gute 30 Minuten und erfuhren noch ein paar Dinge.

Die kambodschanische Flagge besteht aus 3 Farben und einem Bild von Angkor Wat. Blau für den König und die Monarchie, rot für die Nation (Blut) weiß für die Religion. Der nächste Tempel hieß Banteay Samre Temple. Ein kleinerer, der als Dach und Spitze seines Haupttempels eine Lotusform hat, genau wie Angkor Wat. Auch hier gab es wieder einige Bilder und nur wenig andere Touristen und weiter ging’s zum Per Rup Temple. Er wurde Mitte des 10. Jahrhunderts erbaut. Wir waren nun gegen 12 Uhr hier, pralle Mittagssonne und kaum eine Wolke. Hier ging es noch mal steile Stufen hinauf auf die obere Ebene des Tempels, die Steine ebenfalls richtig heiß. Von oben hatten wir auch noch einen guten Blick auch auf die Bäume und das Grün außerhalb der Tempelanlage. 

Ab nach unten zum Auto zurück und dann zum Mittagessen. Christian bestellte ein typisches Gericht, was er zufällig auch schon in Hotel gerne isst. Kurz vor 14 Uhr waren wir am Hotel und haben uns für 15 Uhr direkt noch eine stressreduzierende Massage gebucht - und dann gegönnt. Danach ab aufs Zimmer, ausruhen und warten bis der dann einsetzende Regen nachlässt, dass wir kurz vor 19 Uhr noch zur Happy Hour konnten. Danach gab esAbendessen wieder im Hotel und ab ins Bett!
























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