Siem Reap Part V - Kulen Nationalpark & Tonle SAP
6:15 Uhr war die Nacht vorbei. Allerdings nach dem Tag gestern auch verkraftbar. Pünktlich 7:30 Uhr waren wir in der Lobby, Ready2Go und unser Guide hat uns bereits erwartet.
Nach eigener Aussage mag er es viel zu reden. Die knappe 1,5h Fahrt redete er auch viel und gab uns viele Informationen zur Umgebung und dem Land. Der erste Stopp war ein kurzer Besuch auf einem Markt in der Umgebung von Siem Reap. Dort hat er uns gezeigt wie so eine Art Muffins hergestellt werden aus der Frucht der weiblichen der Palme.
Dann sind wir in den Kulen Nationalpark gefahren. Er war doch ein wenig anders als wir uns vorgestellt hatten, und wir mussten auch nicht den Berg selbst hochlaufen - wir fuhren. Erster Stopp waren Klippen, von denen man eine schöne Aussicht auf das Tal, gegenüberliegende Berge und die vielen grünen Bäume hatte. Ein paar Fotos später fuhren wir weiter. Nächster Stopp war der Fluss der „one thousand Linga“. Dem hinduisitschen Symbol. Diese wurden zu hunderten in die Steine des Flussbettes eingraviert - vor gut 1000 Jahren. Bei klarem Wasser sieht man diese ziemlich gut. Ebenfalls ist der Gott shiva eingraviert mit seiner Frau. Durch diese Gravuren hat man den Fluss und das Wasser heilig gemacht.
Er erklärte uns wieder das Verhältnis der Götter Vhisna (Protektor), Shiva (Destroyer), Bhrama (Creator). Mehr konnten wir uns wieder nicht merken, außer dass sie alle Frauen haben.
Nächster Spot war der große Buddha am höchsten Teil des Berges. Er ist dort aus dem Felsen heraus geschlagen und 3 Meter hoch. Doch bevor wir die > 200 (flachen) Stufen hinauf sind, haben wir Lotus Blumen, als Gabe zu unserem Gebet gekauft. Erst mussten wir dann vor dem Altar die Schuhe ausziehen und dann konnten wir beten, also einen Wunsch äußern, und die Blume als Dank hinlegen.
Danach ging es weiter zur Buddha Statue wo wir dreimal läuten sollten um den Wunsch zu bekräftigen. Dort oben noch kurz die Aussicht genossen und dann zurück. Schuhe an und durch das kleine Dorf in Richtung Wasserfall. Es war eine lehmige Straße mit Steinen und viel Müll. Erst war es ein kleiner Wasserfall nur 5m hoch, dann ein paar Stufen weiter unten der 30m hohe Wasserfall. Hier konnten wir „duschen“ gehen, im heiligen Wasser das durch die Linga weiter oben im Flussbett heilig wurde. 4000 Riad beisammen konnten wir uns die Umkleidekabine leisten (=1$) und ab ins Wasser. Für die Kiste zum Aufbewahren der Klamotten hätten wir noch einen Dollar benötigt, hatten wir aber nicht dabei. Also Klamotten zurück zu unserem Guide gebracht. Am Anfang war das Wasser recht kalt, aber einmal drinnen dann angenehm. Christian ging gleich richtig unter den Wasserfall, Moni nicht, die Haare sollten nicht so nass werden.
Ein paar Fotos später ging es auf unsere kleine überdachte Terrasse, auf der das Essen schon wartete. Zu Essen gab es Hühnchen in Lotusblatt gegart, Reis im Bananenblatt sowie vegetarische Frühlingsrollen und Drachenfrucht, Bananen und Lingenfrucht.
Nachdem wir satt waren blieben die Essensreste da, die wollte ein anderer Guide für seinen Hund mitnehmen. Wir liefen den Weg wieder hoch zurück zum Auto. Nach dem Essen doch anstrengender als gedacht. Angekommen gab es aber erst mal kühle Tücher wieder. Kaum im Auto fing es an zu regnen - kurz nur aber Glück gehabt. Auf dem Weg vom Berg hinab hatten wir noch mal wieder einen schönen Ausblick auf die Landschaft, auch wenn die Regen Wolken dunkel und tief hingen.
Weiter ging es nun zu einem Tempel - hatten wir die letzten Tage ja eher wenige gesehen. Dieser Tempel wurde nicht wieder aufgebaut, ist so alt wie Angkor Wat und erst seit ca. 2003 wieder zugänglich nachdem er von 438 Landmienen in Zusammenarbeit mit Deutschland befreit wurde. Natürlich fing es nun aber so richtig an zu regnen - wir mit Regenschirmen ausgestattet aber los. Der lehmige Weg wurde bald sehr matschig, auf den Stufen und den Holzlatten entstanden tiefe Pfützen. Ansonsten haben wir ein paar Fotos gemacht und wurden trotz Schirm immer nasser.
Mit komplett matschigen, aber nach außen wasserfesten Schuhe sind wir dann am Auto angekommen. Weiter ging’s von dort auf eine längere Fahrt zur Bootsfahrt auf dem Tongle Sap See. Dort angekommen lagen sehr, sehr sehr viele Schiffe herum und wir konnten uns Turis an zwei Händen abzählen. Wir bekamen ein kleines, ca 8 Sitzer Boot für uns und unseren Guide alleine. Gefahren vom Bootsführer und einem kleinen Kind, das beim Ein- und ausparken half.
Nun ging es entlang, erst mal gefühlt wie auf einem Fluss vorbei an einem Dorf aus Häusern, die auf hohen Stelzen gebaut waren. Unser Guide zeigte uns hin und wieder an Bäumen und Verfärbungen der Stelzen, bis wohin das Wasser zum Ende der Regenzeit Ende Oktober gestiegen sein wird - das sind schon noch ein paar Meter!
Solange das Wasser noch nicht da ist, wurde der Boden der Häuser für Feuer, Müll und Sonstiges verwendet. Schon sehr dreckig und vielleicht ein hartes Wort, aber elendig. Ein paar Fischer stehen auf schwimmendem Holz im Fluss und werfen Netze auf, um Fische zu fangen.
So fahren wir weiter daran vorbei, bis Mangroven Wälder anfangen, die aber auch schon geflutet sind bis wir zu ein paar Schwimmenden Häusern gelangen. hier sind Restaurants darauf gebaut. Wir fahren erst mal weiter, sehen die dunklen Wolken am Himmel und fahren nun auf den See hinaus - also so 10 Meter und drehten wieder um. Am ersten schwimmenden Restaurant hielten wir und stiegen aus. Unser Guide zeigte uns dort für Touristen zur Schau gehaltene Krokodile, eine Python.
Wir hätten hier dann ein Ruderboot leihen können und 30 Minuten umher rudern können. Aber wir wollten nicht, der Himmel war dunkel und einladend sah es nicht aus. Also fuhren wir wieder zurück. Dann wurde uns nach dem aussteigen noch ausgedruckte Fotos von uns auf dem Weg zum Boot vor die Nase gehalten zum Kaufen. Grauenvolle Schnappschüsse, bei denen wir noch nicht mal richtig in die Kamera schauen. Egal, nun ging es zurück zum Hotel. So kurz die Distanzen bei der ersten Tour waren, so sind sie bei dieser Tour länger. Gute 200km sind wir heute gefahren.
Im Hotel geduscht und ab zur Happy Hour. Danach essen, für Christian immer das gleiche, da es Moni noch nicht gut ging ein paar Spieße.

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