Los Lagos
Der Tag nach der Sonnenfinsternis, den Perseiden und der Milchstraße startete etwas ruhiger. Dennoch sind wie gegen halb 10 Richtung Frühstück. Heute ist es sehr schwül und bewölkt, was wir auch direkt merken und nach wenigen Metern schwitzen.
Gut gefrühstückt sind wir zurück aufs Zimmer und haben noch ein wenig gechillt, für Morgen grob gepackt und Christian hat ein paar Bilder entwickelt. Die Nachtaufnahmen haben Potential.
Viertel vor 12 sind wir zum Auto und Richtung Covadonga. Erneut waren wir früh dran, denn dort gibt es nur wenig Parkplätze und aktuell sind extrem viele Touristen da. Dennoch hatten wir Glück und haben recht fix einen Parkplatz gefunden. Damit war dann noch mehr als genug Zeit für einen Kaffee. Vorher haben wir uns bei dem schwülen Wetter aber erstmal vom Parkplatz platz bis nach Covadonga Downtown „hochtragen“ müssen. Die Hitze der letzten Tage hat auch Spuren hinterlassen. Das Energielevel war weit unter 100%. Geschafft - Unser Bus ist für 14:05 Uhr gebucht.
Im Restaurant wo Christian noch Kaffee und Cola bekam, wurde uns dann ungefragt freundlich die Rechnung gebracht und damit ohne Worte angesprochen, dass andere Gäste den Platz brauchen. Also sind wir dann doch Richtung Kathedrale rauf und haben uns diese von außen angesehen. Dann war es auch bald Zeit für unseren Bus. An der Haltestelle angekommen, durften wir noch ein paar Meter weiter ans Ende der Schlange der wartenden Gäste, da unser Bus noch nicht der Nächste ist. Glücklicherweise war genau in diesem Bus früher Platz für uns und wir durften mit. Auf der Fahrt sind wir in Summe ca. 900 Höhenmeter nach oben gefahren und haben sehr viel tief hängende Wolken und Nebel. Toll, also wohl nichts mit Ausblick auf die Seen und die Picos de Europa. Kurz vor dem Ziel kam aber etwas Sonne und Sicht. Allerdings ging es danach wieder etwas runter und wir sind in der grauen Suppe ausgestiegen.
Direkt am Busparkplatz haben Helfer die kleine Karte des Gebietes hier vorgestellt. Eigentlich sollte es mehr oder weniger einen Rundwanderweg mit Aussichtspunkten geben. Wir also los. Recht schnell merkten wir, zum einen die Beschilderung ist sehr bescheiden - denn es gibt viele unterschiedliche Wege und es ist nicht klar, welches der Rundwanderweg ist. Außerdem liefen wir im Pulk und auf mit Steinen asphaltierten wegen mit Treppen. So hatten wir uns das nicht vorgestellt. Aber gut, die ersten Treppen und Meter los und die Suppe lief nur so und gesehen haben wir Dank Wolken auch nichts. Hmm.
Mit Glück sind wir ein paar mal richtig abgebogen und sind schließlich an einem der beiden Seen (Lago Ercina) angekommen. Nun weiter zum Mirador Entrelagos - um nichts zu sehen. Weiter zum Lago Enol. Dort angekommen führte nur ein Weg weiter zum Rundweg um den See und zurück zum anderen - ca. 6km sollten es werden - und da wir eh bis 18:50 Uhr auf den Bus der Rückfahrt warten mussten sind wir los. Hier wurde der Weg dann natürlich - also ausgetrampelte Pfade über Gras und Lehm und steinig. Sehr schön. Und schwups waren auch schon deutlich weniger Leute unterwegs. So hatten wir uns das vorgestellt.
Nach ca. 2km kam dann auch die Sonne raus und wir konnten das Bergpanorama sehen. Super. Weiter ging’s über Stock und Stein zwischen den Bergen durch auf zur Seite des Lago Ercina. Wir waren dann wieder an dem Punkt am See wo wir vorher auch raus gekommen waren. Hier war eine Hütte und Moni bestellte Christian wieder was zu trinken. Da es in dem ganzen Gebiet keinen Empfang gibt musste man sich auch wirklich unterhalten, wenn Christian nicht Bilder von den Kühen nachbearbeitete. Nun war auch der Nebel wieder rein gezogen und man sah wieder nichts von den Aussichtspunkten. Daher ging es dann direkt zurück zum Busparkplatz wo wir dann noch knapp 1,5 Stunden auf die Abfahrt warteten.
Gegen 18:20 Uhr kamen dann die Busse. Jetzt waren wir schon so lange am Parkplatz und wussten dennoch nicht, wo unser Bus hält. Alle die wir gesehen hatten, waren es nicht. Dann ist Christian vorgelaufen und hat dann den passenden Bus entdeckt. Dann ging es ab in die Schlange und pünktlich los. Von der Bushaltestelle aus hatten wir noch einen kurzen Spaziergang zurück zum Auto und dann retour nach Cangas de Onis.
Auch Hütte wieder Glück mit dem Parkplatz. Es waren gerade Leute rausgefahren und wir konnten abstellen. Kurz geduscht und für den Abend ein Tapas Restaurant gesucht. Nachdem alle empfohlenen lange Schlangen und keinen Platz hatten, sind doch noch fündig geworden. Es gab wieder Pulpo, Chipirones und et as typisch lokales mit Maisfladen, Ei und Chorizo - dazu Tinto Verano. Ein gelungener Abschluss für Cangas de Onis.
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